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Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Andreas Riederer


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  • Nasenchirurgie

Ästhetische und funktionelle Rhinoplastik
(verschönernde und atmungsverbessernde Nasenoperation)

 

Durch die zentrale Lage im Gesicht ist der ästhetische Aspekt der Nase von außerordentlicher Bedeutung. Dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Nase, von Natur aus, nicht nur ein Zierobjekt darstellt, sondern vielmehr die effizienteste biologische Klimaanlage ist. Neben der Geruchs- und Geschmackswahrnehmung (Aromen durch Rückatmung von Mund in die Nase) dient sie zudem als Kontrollorgan des Atemvolumens. Aus diesem Grund muss vor der Operation auch die Architektur des Naseninneren mit dem Endoskop begutachtet werden, um Verengungen, die Atemstörungen verursachen, zu erkennen. Da bei den meisten ästhetischen Eingriffen, neben dem äußeren Erscheinungsbild, auch eine Verkleinerung des Naseninnenraumes statt findet, kommen Engstellen, die die Atmung bisher nur gering behindern, dann erst recht zum Tragen. Hier sind neben den Verkrümmungen der Nasenscheidewand, vor allem Naseneingangsver-engung, Nasenmuschelvergrößerungen und Nasenneben­höhlenerkrankungen zu erwähnen. Aus diesem Grund muss neben einem zeitlosen Äußeren auch eine gute Funktionstüchtigkeit als postoperatives Ergebnis angestrebt werden.

Die Nasenoperation darf keinem Modetrend, wie z.B. der Stupsnase in den 80-iger Jahren, folgen. Die Nase soll vielmehr auch noch in 20 oder 30 Jahren gut aussehen. Das beste Ergebnis ist in Fachkreisen eindeutig definiert. Es ist dann erzielt, wenn die Nase  natürlich und nicht operiert auf nahe stehenden Personen wirkt. Die Nasenform soll mit der individuellen Gesichtsstrukturen harmonisieren.

 

Allgemeines zur Nasenoperation

Wie oben aufgeführt ist nur dann ein gutes Ergebnis zu erwarten, wenn die Nase als Ganzes analysiert und entsprechend operiert wird. Die kosmetische Nasenchirurgie ist das schwierigste ästhetische Operationsverfahren und sollte deshalb nur von erfahrenen Chirurgen durchgeführt werden.

Der hohe Schwierigkeitsgrad ist, unter anderem, bedingt durch den komplexen dreidimensionalen, zeltförmigen Aufbau des Nasenskelettes (Knorpel und Knochen) und die unterschiedliche Hautdicke des Nasenrückens.

Zudem können sowohl innere als auch äußere Faktoren die Heilung der Nase negativ beeinflussen. Hier sind als Beispiele zum einen, vermehrte Sonnen­exposition und zum anderen Rauchen zu nennen. Beide verursachen eine vermehrte Schwellung.


Des Weiteren kann es nach der Operation zu Infekten kommen, da im Naseninneren ständig eine hohe Anzahl von Krankheitserregern vorhanden ist. Um dem vorzubeugen, kann ein Antibiotikum verabreicht werden.

Die Wundheilung der operierten Nase dauert lang und ist selbst nach der Erstoperation nach zirka einem Jahr abgeschlossen. Erst dann ist die Begutachtung des nahezu endgültigen Operations­ergebnisses möglich.

 

Aufklärung

Beim ersten Arzt-Patient-Kontakt werden die Veränderungswünsche an der Nase besprochen. Dann analysiert der Chirurg optisch und mit verschiedenen Hilfsmitteln die innere und äußere Nase.  Anschließend werden die Gefahren der Operation besprochen. Im Falle, dass die Operation ein zu großes Risiko darstellt, wird diese von unserer Seite abgelehnt.

 

Bildliche Darstellung des Operationsergebnisses

Mit einer so genannten Morphing-Software werden die gewünschten Veränderungen, anhand der zuvor angefertigten digitalen Nasenaufnahmen, von verschiedenen Ansichten dem Patienten dargestellt. Dies dient zur besseren bildlichen Vorstellung der Veränderungsmöglichkeiten, ist jedoch wegen der Komplexität der Nasenoperation nur eine grobe Vorhersage und keine Garantie für das postoperative Ergebnis.

 
Beispielbesprechung

Da seit einiger Zeit keine vergleichenden Beispiele von Schönheitsoperationen im Internet ver-öffentlicht werden dürfen, können dem Patient erst beim Praxisbesuch Beispiele von vorangegangenen Nasenoperationen anonymisierter Patienten aus unserer Praxis vorgeführt werden. Auf diese Weise kann nochmals die Umsetzung eines speziellen Patientenwunsches vor Augen geführt werden.

 
Operationstechniken

Bei den meisten Nasenveränderungen (Spannungsnase, Höckernase, Schiefnase, Nasenklappenverengung) wird die so genannte „geschlossene Technik“ angewandt. Bei dieser schonenden Operationsmethode werden verschiedene, nicht sichtbare Schnittführungen in den Nasenlöchern vorgenommen. Dieser Zugang zum Nasenrücken ermöglicht für den erfahrenen HNO-Arzt eine gute Ansicht auf das Operationsfeld.

In besonders schwierigen Fällen wie Nasenflügelasymmetrien, Spalten- oder Sattelnasen muss über einen „offenen Zugang“ (Schnittführung am Nasensteg) operiert werden. Bei Nasenspitzenveränderungen und bei Sattelnasenveränderungen kann eine Knorpelverpflanzung aus der Nasenscheidewand oder einer Ohrmuschel notwendig werden.


Methoden

Bei den meisten Patienten wird die so genannte „geschlossene Technik“ (verschiedene, nicht sichtbare Schnitteführungen in den Nasenlöchern) angewandt. Dies ist eine schonende Zugangsmethode im Bereich des Nasenrückens, die für den erfahrenen HNO-Arzt eine gute Ansicht des Operationsfeldes ermöglicht.
In besonders schwierigen Fällen wie Nasenflügelasymmetrien,      Spalten- oder Sattelnasen muss über einen „offenen Zugang“ (Schnittführung am Nasensteg) operiert werden. Bei Nasenseingangsveränderungen und bei Sattelnasen-veränderung kann eine Knorpelverpflanzung aus der Nasenscheidewand oder einer Ohrmuschel notwendig werden.

    
 

Operationsdauer, Narkosetechnik und Krankenhausaufenthalt

Die meisten Eingriffe werden in Vollnarkose (mit Beatmungsschlauch) in der Münchner Klinik (Krankenhaus Martha-Maria, München Solln) durchgeführt. Die Operation dauert je nach Aufwand und Anzahl der Operationsschritte (eventuelle simultane Operation der Nasennebenhöhlen) eine bis zwei Stunden. Der Patient wird am Operationstag aufgenommen. Der Krankenhausaufenthalt beträgt in den meisten Fällen nicht länger als 4 Tage (inklusive Operationstag). Für zwei Wochen  wird die Nase außen, durch einen Nasengips, der individuell angepasst wird, geschützt. Dieser wird nach 1 Woche gewechselt. Im Naseninneren wird die Nasenscheidewand mit einer atmungsfreundlichen Silikonschiene gestützt. Diese wird drei bis fünf Tage belassen. In einigen Fällen wird noch eine glatte Nasentamponade zur Stabilisierung  der Nase von innen eingelegt. Diese wird nach  2-3 Tagen gezogen.

Kleinere Veränderungen an der Nase können auch in Lokalanästhesie oder in intravenöser Anästhesie im eigenen Praxisoperationssaal operiert werden.

 

Kosten

Bei ästhetischen Eingriffen werden die Operationskosten nach individuellem Aufwand berechnet. Grundlage dafür ist die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Genaue Angaben hierzu sind erst nach einer entsprechenden Untersuchung und Operationsplanung möglich. Seit einigen Jahren muss bei so genannten, nicht medizinisch begründeten Operationen, zu der auch ästhetische Nasenoperationen zählen, die Umsatzsteuer erhoben werden. Diese wird in der Rechnung gesondert ausgewiesen.

 

Termine für das Beratungsgespräch

Bitte geben Sie bei der Terminvereinbarung des Beratungsgespräches an, dass Sie eine Nasen­operation wünschen. Wir werden dann für Sie einen längeren Zeitraum für die Untersuchung und die Besprechung arrangieren. Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor. Vor allem bei der zweiten Sitzung - nach dem Studium des Aufklärungsbogens - möchten wir nochmals genau Ihre Fragen zu eventuellen Unklarheiten beantworten, so dass Sie über die Operationsrisiken gut informiert sind. Vor der Operation finden mindestens drei Gespräche zwischen Operateur und Patient statt, das letzte Gespräch kurz vor dem Eingriff. Dies ist erforderlich, damit der Operateur das chirurgische Vorgehen abschließend nochmals genau mit Ihnen besprechen kann.